Die Wertermittlung einer Immobilie ist ein komplexer Prozess, der auf verschiedenen anerkannten Verfahren basiert. In Deutschland sind insbesondere das Vergleichswertverfahren, das Ertragswertverfahren und das Sachwertverfahren etabliert. Diese Methoden sind in der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) geregelt und dienen dazu, den Verkehrswert einer Immobilie objektiv zu bestimmen.

1. Vergleichswertverfahren

Das Vergleichswertverfahren basiert auf dem Prinzip, dass der Wert einer Immobilie durch den Vergleich mit tatsächlich erzielten Kaufpreisen ähnlicher Objekte ermittelt wird. Dieses Verfahren eignet sich besonders für:

Die Daten stammen aus der Kaufpreissammlung der Gutachterausschüsse. Unterschiede in Lage, Ausstattung oder Zustand zwischen dem Bewertungsobjekt und Vergleichsobjekten werden durch Zu- oder Abschläge berücksichtigt.

2. Ertragswertverfahren

Das Ertragswertverfahren wird angewendet, wenn die Immobilie Erträge generiert, beispielsweise durch Vermietung. Der Wert basiert auf den zukünftig erzielbaren Einnahmen und eignet sich besonders für:

Die Berechnung erfolgt durch Kapitalisierung der Reinerträge, die mit dem Objekt dauerhaft erwirtschaftet werden. Dabei werden Faktoren wie Mietverträge, Bewirtschaftungskosten und der sogenannte Liegenschaftszinssatz berücksichtigt.

3. Sachwertverfahren

Das Sachwertverfahren berücksichtigt die Herstellungskosten der Immobilie und ist besonders bei Objekten relevant, die nicht regelmäßig gehandelt werden oder keine Erträge erwirtschaften. Es eignet sich insbesondere für:

Die Bewertung erfolgt anhand des Bodenwerts sowie der Herstellungskosten der baulichen Anlagen, abzüglich Wertminderungen durch Alter und Abnutzung.

Welches Verfahren ist das richtige?

Die Wahl des geeigneten Verfahrens hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Art der Immobilie, deren Nutzung und die Verfügbarkeit von Marktdaten. Oftmals werden auch mehrere Verfahren kombiniert, um ein möglichst genaues Ergebnis zu erzielen.

Kontaktieren Sie ImmoIndex für eine professionelle Wertermittlung

Bei ImmoIndex Immobilien GmbH stehen Ihnen erfahrene Experten zur Verfügung, die die passende Bewertungsmethode für Ihre Immobilie auswählen und eine fundierte Wertermittlung durchführen. Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin:

Jetzt Kontakt aufnehmen

Verfahren zur Wertermittlung

Drei Verfahren für unterschiedliche Immobilientypen

Verfahren zur Wertermittlung

Drei Verfahren für unterschiedliche Immobilientypen

Für die professionelle Immobilienbewertung werden grundsätzlich drei Verfahren angewandt: das Vergleichswertverfahren, das Ertragswertverfahren und das Sachwertverfahren. Diese Methoden zur Wertermittlung sind durch die ImmoWertV (Immobilienwertermittlungsverordnung) genormt und dadurch allgemein anerkannt. Die ImmoWertV legt dabei die Grundsätze zur Ermittlung der Verkehrswerte fest. Die korrekte Anwendung setzt allerdings die Sach- und Fachkenntnis eines Sachverständigen und die Verwendung von aktuellen und korrekten Marktdaten voraus!

Vergleichswertverfahren

Das Vergleichswertverfahren wird für die Bewertung von Grundstücken angewandt. Dabei werden erzielte Preise vergleichbarer Grundstücke herangezogen. Erleichterung bietet dabei der Bodenrichtwert (siehe Bodenrichtwertkarte des Gutachterausschusses der jeweiligen Stadt oder Gemeinde). Das für den Bodenrichtwert herangezogene Referenzgrundstück wird nun auf Merkmale wie Bodenbeschaffenheit, Lage, Bebaubarkeit, Nutzung und Zuschnitt betrachtet und mit Zu- oder Abschlägen versehen. Fälschlicherweise findet das Vergleichswertverfahren auch in Onlinebewertungen von Wohnungen und Häusern Anwendung – das ist nicht korrekt, da kaum eine Immobilie der anderen entspricht und ein Vergleich daher nicht möglich ist.

Ertragswertverfahren

Das Ertragswertverfahren wird für die Wertermittlung von Renditeobjekten (Mietobjekte wie z.B. vermietete Mehrfamilienhäuser oder Mietwohnungen) sowie von Eigentumswohnungen herangezogen. Im Ertragswertverfahren werden die zukünftig zu erwartenden Einkünfte aus der Vermietung der Immobilie unter Berücksichtigung der Bewirtschaftungskosten bewertet. Das Grundstück bzw. der Miteigentumsanteil am Grundstück wird separat (nach dem Vergleichswertverfahren) bewertet und zum Ergebnis der baulichen Anlagen addiert.

Sachwertverfahren

Das Sachwertverfahren wird für die Bewertung von Immobilien verwendet, mit denen üblicherweise keine Erträge generiert werden – wie z.B. selbst genutzte Einfamilienhäuser, Reihenhäuser oder Doppelhaushälften. Dabei werden anhand der Bewertungskriterien die Herstellungskosten der Immobilie (im Neubau) ermittelt und um die Alterswertminderung reduziert. Das Grundstück wird separat (nach dem Vergleichswertverfahren) bewertet und zum Ergebnis der baulichen Anlagen addiert. Die Summe stellt den vorläufigen Sachwert dar. Mittels eines Marktanpassungsfaktors wird dieser dann an die aktuellen Gegebenheiten am Immobilienmarkt angepasst. Den Marktanpassungsfaktor ermitteln die örtlichen Gutachterausschüsse und stellen diesen zur Wertermittlung zur Verfügung.

Besuchen Sie uns für Aktuelles auch auf unseren Social-Media-Kanälen.

ImmoIndex Immobilien GmbH
Kontaktformular
* Pflichtfelder
   Ihre Daten werden verschlüsselt übertragen und nicht an Dritte weitergegeben.
Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Rufen Sie uns an oder füllen das unten stehende Kontaktformular aus.

* Pflichtfelder
   Ihre Daten werden verschlüsselt übertragen und nicht an Dritte weitergegeben.

Wertermittlung

Immobilie jetzt kostenlos online bewerten und Ergebnis sofort erhalten!